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Archive for the ‘Antiprohibitionsblog’ Category

Cannabis vor Gericht – DIE KARLSRUHE ENTSCHEIDUNG

Written by admin on Jun 15th, 2009 | Filed under: Antiprohibitionsblog

Was macht ein Gesetz zu einem guten Gesetz? Erfüllt ein Gesetz, dass Sanktionen über Menschen erhebt die kleine Mengen einer berauschenden Substanz, weniger schädlich als viel Substanzen die legal sind, bei sich tragen, dieses Kriterium? Das deutsche Bundesverfassungsgericht zog diese Frage in einem  Urteil vom 9. März 1994 in Karlsruhe in Betracht. In der Presse wurde die Entscheidung mit starken Worten verbreitet. “Der Besitz von Cannabis wurde in Deutschland legalisiert” lautete der Titel in vielen Zeitungen. Leider stellte dieser Titel den Sachverhalt in keiner weise exakt dar. Dennoch dienen die im Verfahren vorgebrachten Argumente, Verweise auf Konflikte mit den Menschenrechten und die Analyse der Sozial- und rechtswissenschaftlichen Erwägungen noch heute als Referenz in der Debatte über die Dekriminalisierung von Marihuana Weltweit.


Kontroverse Gesetzgebung zum Umgang mit Marihuana

Written by admin on May 16th, 2009 | Filed under: Antiprohibitionsblog

Der Anbau und Besitz von Cannabis ist leider in Deutschland immer noch Strafbar.

Trotz der verhältnismäßig harmlosen Wirkung gegenüber der “Volksdroge” Alkohol, welche jedes Jahr unzählige Tote fordert, verweigert man sich auf Seiten des Staates noch immer einer Lockerung der Gesetze hinsichtlich des Umgangs mit Cannabis. Konsumenten werden auf diesem Wege nicht davon abgehalten dieses zur “Einstiegsdroge” stilisierte Rauschmittel zu erwerben oder konsumieren, jedoch bietet man dem Organisierten Verbrechen eine Plattform und zwingt die Marihuana-Konsumenten unweigerlich in die Kriminalität.

In Anbetracht der Tatsache das in der Bundesrepublik Jährlich ca. 44000 Menschen an den Folgen des Alkoholismus sterben , Alkohol jedoch überall erworben werden kann ist das Verbot von Cannabis durchaus Kontrovers.

Selbstverständlich hat auch Cannabiskonsum Folgen, allerdings sind diese im Gegensatz zu den Folgen der Alkoholsucht überschaubar und längst nicht so verheerend.

Im von der englischen Beckleystiftung (The Beckley Foundation) verfassten Bericht vom ersten Oktober 2008 wird ausgeführt das nur durch einen staatlich geregelten Markt, junge Menschen vor den zunehmend stärker werdended Formen von Cannabis geschützt werden können.

Es gibt dem Bericht zufolge mehr als 160 Millionen Nutzer der Droge weltweit. “Obwohl Cannabis eine negative Auswirkung auf die Gesundheit (einschließlich der psychischen Gesundheit) haben kann ist es wesentlich weniger schädlich als Alkohol oder Tabak”, weiter heisst es im Bericht, “Historisch gesehen gibt es nur zwei Todesfälle durch Cannabis weltweit, Alkohol und Tabak sind im Vergleich verantwortlich für geschätzte 150.000 Todesfälle pro Jahr allein in Großbritannien.”

Der Bericht, der von einer Gruppe von Wissenschaftlern, Akademikern und Drogenpolitikexperten verfasst wurde verweist darauf, dass ein Großteil der Schäden im Zusammenhang mit Cannabiskonsum “das Ergebnis des Verbots selbst ist, insbesondere die sozialen Schäden, welche aus Festnahmen und Inhaftierung resultieren.” Man ist darin zu dem Schluss gekommen das Gesetze welche Cannabis regulieren offenbar nur wenig Einfluss auf die Verbreitung des Konsums haben…